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8.10.03 "Da liege ich also nun hier auf meinem, mit handgewebter, samoanischer Satin-Bettwäsche bezogenem, 4 x 4 Meter-Flauschi-Kuschel-Bett. Meine Gedanken scheinen durch meine 14,5 Zimmer-Erdgeschoss-Wohnung zu hallen, vorbei an dem 93 Kilo schweren Nachtlager-Beistell-Tisch aus handgeschlagenem Kaspacho-Marmor, auf dem die zwei mundgeblasenen 3-Liter-Hundertwasser-Nachfüll-Gerstensaftflaschen stehen, die gerade von meinen vier bildhübschen Konkubinen in die 60-Quadratmeter-Einbauküche gebracht werden, die aus selbst abgebautem und eigenhändig ausgeschmolzenem Platin besteht. Bin ich im Nachhinein froh, dass die 24-karätigen Gold-Knauf-Beschläge an den Türen der 3,20 Meter hohen Küchenschränke nicht zu sehr von dem 11 Quadratmeter großen Panzerglas-Ceran-Kochfeld mit dem südafrikanischen, diamantbesetzten Einfassring ablenken, an dem heute sechs meiner 11 französischen Michelin-Stern-Leibköche das dezent-opulente Mahl für mich und meine drei Freunde zubereitet haben. Wir saßen also vorhin auf den elfenbein-gesäumten Stühlen am Massiv-Bongossi-Holz-Esszimmertisch, in dessen Oberfläche Intarsienarbeiten aus puerto-ricanischem Rubinstaub eingearbeitet sind, so zusammen. So beim Essen. Der Uli, der Michael, der Rainer und ich. Wir ließen uns nach dem 6-Gänge-Menü, zu dem der 1923er Chateu de Rothschild wunderbar mundete, von Carlos, meinem persönlichen Zigarrenroller aus Havanna-City eine Selbige zwirbeln. Von den Dreien wollte ich nun heute endlich in die Liga der am meisten gehassten Bundesliga-Manager aufgenommen werden. Ich wollte aber auch Tipps von den geschätzten Kollegen haben, wie ich mein Untertanen-Arbeiter-Volk eventuell besänftigen könnte, wenn die "Wir sind ein Arbeiter- und Malocher-Verein"-Parolen nicht mehr ziehen, nur weil ich innerhalb von 2 Tagen für zwei Spieler ca. 25 Millionen Euro an Vertrags- und Handgeldern ausgegeben habe, um es dem Klaus aus Bremen heimzuzahlen, weil er mich vor 2 Jahren bei den Vertragsverhandlungen um Frank Rost über’n Esszimmer-Tisch zu ziehen versuchte. Als ich ihn damals sodann von meinen japanischen Spezial-Nahkampf-Bodyguards aus dem Esszimmer vor das Portal meiner Dependance bringen ließ, hat der mir auf dem Weg dahin durch meine Eingangshalle auf den 36 Meter langen Einhornhaar-Teppich gekotzt. Den guten, 70 Jahre alten, schottischen Whisky hat der Manager- Lehrling von der Wes..."... ...... ...... (Wach‘ auf, guter Rudi, wach‘ auf guter Rudi, sonst urinierst Du gleich in die Matratze... oder kannst auf deinem Albtraum- Schweiß durch die Wohnung surfen...). "UUUUUUUAAAAAAAAHHHHHHH. Bin ich endlich aus diesem Traum aufgewacht. Mal schauen.... Puh..... Noch trocken. Ich hätte vorm Einschlafen besser keine 6 Harndrang-verstärkende Tramundin 100er-Schmerztabletten eingeschmissen... Hab‘ ich doch tatsächlich von RUDI A. und seinen "fatalen Lebensumständen" geträumt. Und das vielleicht gar nicht mal so weit von der Realität entfernt. Wer weiß das schon? Aber der "Albtraum" um die Transfer-Ereignisse der letzten zwei Tage hat meine Meinung über Dich, RUDI A. aus G., Stadtteil S., doch in einem Maße bestätigt, wie ich es schon länger geahnt habe. Ääährlich. Seit Jahren stänkerst Du, ungewollter Namensvetter von mir, in Richtung der "Mit-Pinke-um-sich-Schmeißer" aus München, Dortmund und Leverkusen, bist nichts besser als die, verkaufst den Anhängern "Deines" Klubs immer noch die "Arbeiter- und Malocher-Vereins-Geschichte", wilderst aber schon seit Jahren mit Unmassen von Kohle, die nur geleast oder geliehen ist, bei meinem SV Werder. Und das jedes Jahr wieder. Und jedes Jahr wieder ein Stück unerfolgreicher. Die Ausgaben-Anspruchs-Erfolgs-Rechnung haut bei Dir irgendwie nicht hin. Wann lernst auch Du endlich von unserem Otto: "GELD SCHIEßT KEINE TORE". Aber lass‘ gut sein. Mach‘ man gut und lass Dir schon mal‘n paar Sprüchkens einfallen, falls Du Rechenschaft über diesen Wahnsinn ablegen musst... Dir Dein Bier wieder selber holen tust... und im 1-Zimmer-Wohn-Klo wieder zu Dir kommst... Diesmal ohne Gruß... Der (gute) Rudi |