Hier ist der von René "KK" verfasste Reisebericht über seine Tour zum Spiel VfB Stuttgart versus Celtic Glasgow.

So, nachdem nun alle meine grippegeschwächten Mädels schlafen und – was wesentlich entscheidender für die Entstehung der folgenden Zeilen sein dürfte – ich (vermutlich ähnlich wie ihr Restvahraonen) im Laufe des heutigen Sonntagabends (und zwar den nach Piets Junggesellenabschied) wieder die Welt in den schönsten Farben erblicke (ächz!), versuche ich mal, mich an den - vereinzelt gewünschten - Reisebericht zu machen und euch mal so aufzuzeigen, was ihr Ungläubigen so versäumt habt...

 

Aber nehmt euch Zeit, is n büschn länger geworden, das Teil. Alle, die da keinen Bock drauf haben, können ja bis zum Fazit am Ende des Berichtes runterscrollen...

 

WAS machst du? – Fahr nach Stuttgart! - Nach Stuttgart? Wieso? Werder spielt doch jetzt gar nicht gegen Stuttgart!? – Nee, aber Celtic! – Gegen Celtic?? – Nee, gegen Stuttgart! – Ach... ääh, is klar... - Na, logo! Magath ma ordentlich einen aufe Glocke klopfen! Und danach schön nach Mainz, n neuen Ground machen! – Mainz?? – Jouh, mit St. Pauli! - Mit St. Pauli??? Denk, du bis Werder-Fan??! – usw. ...manchen muss man echt alles beibiegen!

 


 


Dienstag Morgen, 6 Uhr, war Treffen im „Gleis 11“ angesagt. Von dieser Abreisezeit war insbesondere Birgit schwer begeistert, mal ganz abgesehen davon, dass es ihr ohnehin mindestens einen Tag zu früh los ging, hatte sie mich doch für den Dienstag für Trümmerbeseitigungsarbeiten eingeplant, die einer Geburtstagsfeier (in diesem Falle der ihrigen) folgen sollten. So ließ ich meine Familie inmitten von Kuchenresten und einem Berg von ungespülten Gläsern und leerer Flaschen zurück! Jjja! Strike! Das hat schon mal geklappt!

 

Vor Gleis 11 angekommen, traf ich schon auf Wilko, einem Arbeitskollegen, der sowohl in Werder- als auch in St.-Pauli-Kreisen ziemlich bekannt ist und dem ich mich organisatorisch anvertraut hatte. Da die Fahrt vom St.-Pauli-Fanladen organisiert wurde und folglich auch in jener unbedeutenden Hansestadt „da im Osten“ startete, hatte ich gut anderthalb Paletten patriotische Maurerbrause („Der Kuss des Nordens“) eingepackt und mir nunmehr schnurstracks jene vorzüglich provozierend verpackten Brötchen vom Werder-Bäcker besorgt, bevor der Rest der im Großraum HB/WHV beheimateten Braunweißen hinzustieß.

 

Da das „Sich-verdünnisieren“ beim Herannahen des Bahn-Schaffners sich in meinem Fall nicht so einfach gestaltet (außerdem bin ich für sowas ja eh viel zu ehrlich oder... einfach zu doof) und sich meine Mitfahrer auf meine Frage nach dem Erwerb ihrer jeweiligen Fahrkarte unisono auf das Kopf schüttelnde Statement „Student“ zurückzogen, war ich folglich der Einzige, der dafür auch noch Sechzehneuroachtzig über den Tisch schob.

 

 

-Seite 2-